23 Jun

Fröhliches Wiedersehen beim Schulfest – 50 Jahre Katholische Hauptschule Husen

„Wenn ich an meine Schulzeit an der Katholischen Hauptschule zurückdenke, weiß ich heute, wie schön diese Zeit eigentlich war, wie viel ich dort gelernt habe und wie viel ich der Schule zu verdanken habe.“ So die Worte eines ehemaligen Schülers auf unserer 50-Jahr-Feier am Samstag, dem 23.06.2018. 

So wie er haben viele ehemalige Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit genutzt, um Mitschülerinnen und Mitschüler sowie auch ihre „alten“ Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer wieder zu treffen, Erinnerungen auszutauschen, alte Fotos anzusehen, ihren Kindern den Klassenraum zu zeigen, in dem sie selbst „die Schulbank gedrückt“ haben. 

Es gab viele nette Begegnungen auf dem Schulhof an den vielen Ständen, bei Bratwurst oder Folienkartoffel, im Café bei von den Schülern selbst gebackenem Kuchen, am Waffelstand sowie am Getränkewagen. 

In mehreren Klassenräumen waren von jedem Entlassjahrgang seit 1971 Fotos ausgelegt und im Schulgebäude zeugten viele Plakate, Fotostrecken und PowerPoint-Präsentationen von dem vielfältigen Engagement unserer Schule. 

Es war eine gelungene Feier, die auch an vielen Stellen widerspiegelte – an unserer Schule herrscht ein besonderer Geist! 

Wir leben im Schulalltag unsere christlichen Werte, treten ein für die Bewahrung der Schöpfung, für den Umweltschutz, für gegenseitigen Respekt, für Toleranz und Vielfalt. 

Unsere 50-Jahr-Feier startete mit einem stimmungsvollen und schönen Gottesdienst in der Kirche St. Petrus Canisius in Husen, den Pastor Ansgar Eickelmann, Schulseelsorger an unserer Schule, leitete. 

In unserer voll besetzten Aula fand anschließend der Festakt zur 50-Jahr-Feier statt, den Frau Sutherland, kommissarische Schulleiterin, moderierte. 

In vielen Grußworten und Festreden wurde die Arbeit der Katholischen Hauptschule Husen gewürdigt. Unter den Rednern waren Vertreter der Kirche, der Stadt Dortmund als Schulträger, der Bezirksverwaltung, der Schulpflegschaft und Schülervertretung sowie unserer Partner. 

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 „performten“ sehr gelungen das Lied „Another Brick in the Wall“. 

Gustavo Fegert-Stadler, Schüler der Klasse 9.2, spielte auf dem Keyboard das Stück „Für Elise“ und das Kollegium der Katholischen Hauptschule Husen lockerte den Festakt mit dem Lied „Lehrer sind (keine) Schweine“ auf. 

Wir danken allen Helfern und Beteiligten – den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, unseren Partnern, den geladenen Gästen und ehrenamtlichen Helfern – sowie allen Teilnehmern, die zu diesem Fest beigetragen haben! 

Bilder von dem Schulfest finden Sie hier. 

Titelfoto: Abschlussjahrgang 1977/1978 beim Wiedersehen auf unserem Schulfest. 

15 Jun

Rückblick auf unsere Schulgeschichte – Unsere Schule im Netz

Im Jahr 2004 bekam unsere Schule die erste eigene Homepage. Hier haben wir unsere Schule vorgestellt, Projekte und Aktionen dokumentiert und Erinnerungen gesammelt. 

Etwa zehn Jahre später, im Jahr 2015, war es Zeit für ein Update. Um mit technischen Neuerungen Schritt zu halten und Ihnen eine bessere Nutzererfahrung bieten zu können, haben wir unsere Internetpräsenz völlig neu aufgebaut und unter einer neuen Adresse veröffentlicht. 

Hiermit verschwanden auch viele nicht mehr aktuelle Informationen und Berichte, um Platz für die vielen neuen Bilder und Artikel der zeitgleich gegründeten Computer-AG zu schaffen, welche seither regelmäßig aus dem Schulalltag berichtet. 

Doch unsere alte Homepage ist nicht ganz verschwunden – wir haben die Homepage vor ihrer offiziellen Abschaltung am 31.12.2014 vollständig gesichert, damit wir die Erinnerungen bewahren können. 

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens unserer Schule möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, etwas in unserer Vergangenheit zu stöbern und hier die alte Homepage einzusehen! 

Doch wir sind nicht die Einzigen, die Geschichte im Internet bewahren wollen. Die Wayback Machine der Organisation Internet Archive sichert seit Jahren alte Webseiten und hat auch unsere Homepage seit 2004 regelmäßig archiviert. Noch tiefer in der Vergangenheit stöbern können Sie daher hier! 

15 Jun

Besuch aus Polen im sozialen Seminar

Die Zeit in unserem sozialen Seminar geht langsam zu Ende. Allerdings stand noch ein Höhepunkt aus, den wir in der Zeit vom 04. Juni bis 08. Juni 2018 erleben durften, nämlich der Gegenbesuch unserer polnischen Freundinnen und Freunde aus Zabzre in Polen. Wir waren ja im September letzten Jahres zu Besuch dort und traditionell folgt der Gegenbesuch. Begleitet wurden die 21 Schülerinnen und Schüler von zwei Lehrern. Arthur ist einer von ihnen und gehört zum festen Bestandteil des sozialen Seminars.

Am 04. Juni kam die Gruppe am Flughafen in Dortmund an. In der vor uns liegenden Woche waren unsere polnischen Freunde und wir im Kolpinghaus in Dortmund untergebracht. Nachdem sich dort alle „häuslich“ eingerichtet hatten ging es los. Wir wurden begrüßt und empfangen von Bürgermeister Sauer im Rathaus der Stadt Dortmund. Von dort ging es dann weiter zur Kommende, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn. Die Kommende ist der Veranstalter des Seminars und ermöglicht alle Aktivitäten und den Jugendaustausch.

Natürlich haben wir in einer ersten Runde gecheckt, ob wir uns nach dem ersten Besuch in Polen noch kennen. Es sah gut aus! Wir konnten also loslegen!

Eine Menge Themen lagen vor uns! Wir haben viel über Kinderarbeit erfahren. In einem Selbstversuch haben wir Tüten geklebt. Dabei haben wir in 45 Minuten eine Situation nachgestellt, in der Kinder in Indien unter menschenunwürdigen Bedingungen Tüten für eine amerikanische Fastfoodkette hergestellt haben. Wir haben mit Zeitungspapier im Akkord solche Tüten hergestellt. Es war spannend und erschütternd, weil in diesem Selbstversuch auch genau auf unsere Arbeit geachtet wurde. Eine Dokumentation der ARD hat uns gezeigt, wie sehr Produkte aus Kinderarbeit auch bei uns in Deutschland zu finden sind.

Selbstverständlich haben wir unseren polnischen Freunden auch unsere Stadt Dortmund gezeigt. Dabei durfte unser „Wohnzimmer“ an der Strobelallee nicht fehlen. Wir hatten dort eine Führung in deutscher und polnischer Sprache.

Der Phoenixsee stand auch auf dem Programm. Wir haben im Rahmen unseres Themas Armut auch das Gasthaus in der Rheinischen Straße besucht. Dort bekommen Obdachlose jeden Tag ein Frühstück, Kleidung, ärztliche Versorgung oder Lebensberatung. Die Menschen engagieren sich ehrenamtlich für ihre obdachlosen Gäste und geben ihnen Würde und Anerkennung.

Ein Besuch im Dortmunder U durfte natürlich auch nicht fehlen. Dort haben wir uns unter anderem über die Arbeit „unter Tage“ und der Tradition bei uns im „Ruhrpott“ informiert.

Ein Kaffeeparcours stand auch auf dem Programm. In diesem Parcours haben wir viel über die Herstellung der Kaffeebohnen, die Arbeitsbedingungen auf den Kaffeeplantagen und die Vermarktung bei uns erfahren. Auch hier geht es unter normalen Bedingungen „menschenunwürdig“ zu. Kaffee aus fairem Handel oder mit GEPA Siegel garantiert aber, dass der Kaffee vom Bauern zu fairen Preisen gekauft worden ist.

Interessant war auch der Gang in verschieden Discounter, um Preisunterschiede bei Schokolade und Kaffee herauszufinden, und wie hoch der Anteil an Produkten aus fairem Handel ist.

Eine Schokoladenverkostung war auch im Programm. Wir haben mit verschlossenen Augen Schokolade gegessen, und ihre Merkmale festgestellt. Zu süß, zu bitter, zu fest, zu cremig…. Dabei waren Markenschokoladen, preiswerte Artikel und fair gehandelte Schokolade, die am Ende am besten abgeschlossen hat.

Ein gemeinsamer Abend rundete die Woche mit einem Feuerwerk ab.

Ein Empfang in unserer Katholischen Hauptschule in Husen durfte natürlich auch nicht fehlen. Ein Gottesdienst stand am Ende unserer gemeinsamen Woche. Nach einer Reflektionsrunde haben sich unsere polnischen Freunde auf den Heimweg gemacht, wo sie um 18.00 Uhr mit dem Flieger wieder nach Polen aufbrachen. Eine tolle Woche liegt hinter uns! Danke!

Zahlreiche Bilder finden Sie in unserer Galerie.

12 Jun

Berufsfelderkundung bei der Firma DOTHERM GmbH & Co. KG

Am 07.06.2018 besuchten einige unserer Schüler(innen) aus den 8.Klassen mit Herrn Kube und Herrn Alic vom Jobtec-Team die DOTHERM GmbH & Co. KG, um dort eine betriebliche Berufsfelderkundung zu absolvieren.

Die Schüler(innen) bekamen interessante Einblicke in den Beruf des Zerspanungsmechanikers und durften auch selber aktiv werden. So stellten sie in der gut ausgestatteten Ausbildungswerkstatt mit Hilfe einer Fräsmaschine einen Flaschenöffner aus Metall her. Später gab es auch die Möglichkeit, den Betrieb mit seinen einzelnen Abteilungen kennen zu lernen.

Der Ausbildungsleiter Herr Füllgraf und mehrere Auszubildende kümmerten sich intensiv um uns. Die Firma DOTHERM bietet gute Chancen für einen Ausbildungsplatz.

08 Jun

Schulfest – 50 Jahre Katholische Hauptschule Husen

In diesem Jahr feiert unsere Schule ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstalten wir ein großes Schulfest!

Jeder ist herzlich eingeladen, an der Feier teilzunehmen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Die Feier findet am Samstag, den 23.06.2018 von 12:00 bis 16:00 Uhr auf dem Schulgelände statt. Vor den Feierlichkeiten in unserer Schule laden wir um 11:00 Uhr zum Festgottesdienst in der Kirche St. Petrus Canisius ein.

Neben Angeboten für Kinder (Hüpfburg, Kinderschminken) werden Klassenräume mit Bildern unserer Schülerinnen und Schüler gestaltet und zu Cafés, in denen sich Ehemalige, Schülerinnen und Schüler, Freunde und Verwandte austauschen können.

Einen Rückblick auf die bewegte Geschichte unserer Schule geben zahlreiche Ausstellungen und Vorstellungen zu aktuellen und vergangenen Projekten und Aktivitäten sowie zum Engagement unserer Schule. Hierbei lernen Sie unter anderem das Israel-Projekt, unser Bienenhotel, unsere Partnerschule Gombe Kokulo in Kenia und das Soziale Seminar kennen!

Lernen Sie unsere Schule kennen, tauschen Sie sich mit Aktiven und Ehemaligen aus oder verbringen Sie einfach einen angenehmen Tag in geselliger Runde!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

06 Jun

Änderung – Schulfest zum 50-jährigen Schuljubiläum

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Ehemalige,
liebe Freundinnen und Freunde der Katholischen Hauptschule Husen!

Aufgrund von Irritationen im Pastoralverbund steht uns am 23.06.2018 nicht wie ursprünglich geplant die Pfarrkirche St. Johannes Baptist zur Verfügung.

Unser Festgottesdienst findet stattdessen um 11:00 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Petrus Canisius, Kühlkamp 11, 44319 Dortmund-Husen statt. 

Wir bitten um Entschuldigung für die Änderung und freuen uns auf das Wiedersehen. 

Mit herzlichen Grüßen aus Husen 

Claudia Sutherland, kommissarische Schulleiterin

Pfarrer Ansgar Eikelmann, Schulseelsorger 

 

29 Apr

Hinweis – 15. Wanderung gegen den Hunger am 02.05.2018

Am 02. Mai findet die nun 15. Wanderung gegen den Hunger statt, welche wir seit 1989 regelmäßig und wegen des großen Erfolgs nun sogar jährlich organisieren. 

Die Schülerinnen und Schüler „erwandern“ auf der Wanderrunde, welche von der St.-Johannes-Baptist-Kirche in Kurl aus durch den Dortmunder Nordosten führt, Spenden für unsere Partnerschule Gombe Kokulo in Kenia. 

Seit 1989 wurden insgesamt schon Spendengelder in Höhe von 70.000 € gesammelt, mit welchen unsere Partnerschule nicht nur Schreibmaterial etc. einkaufen, sondern auch größere Projekte wie einen Wassertank umsetzen konnte. 

Wir werden nach der Wanderung gegen den Hunger ausführlich berichten! 

Hier finden Sie den Bericht über die 14. Wanderung gegen den Hunger im Jahr 2017. 

20 Apr

Nicht ohne uns!

Die Umwelt-AG mit derzeit 10 Schülerinnen und Schülern hat am 19.04.2018 im Programmkino „Schauburg“ in Dortmund den spannenden Film „NICHT OHNE UNS!“ gesehen. In diesem Film wurde uns der Alltag von 16 Kindern aus 5 Kontinenten gezeigt. Obwohl es ein dokumentarischer Film ist, gab es viele spannende und sehr berührende Szenen voller Emotionen. Dieser Film sollte uns auch nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen. Denn es ist ein Film über die Zukunft unseres Planeten, die wir ja mitgestalten.

Im Anschluss an die Vorführung hatten wir ein langes Gespräch mit den Autoren des Films. Frau Klausmann und Herr Sittler sind extra für dieses Gespräch aus Stuttgart nach Dortmund gekommen. Frau Klausmann ist die Regisseurin des Films und Herr Sittler, ihr Ehemann, hat den Film mit ihr zusammen produziert. Herr Walter Sittler ist übrigens ein bekannter deutscher Schauspieler.

Wir konnten ihnen Fragen zu dem Film stellen und sie haben uns etwas über die Entstehung des Films erzählt.

Organisiert hatte die Aufführung des Films die Auslandsgesellschaft in Dortmund. Es waren Klassen aus Dortmunder Gesamtschulen, Hauptschulen und Gymnasien zur Vorführung in die „Schauburg“ gekommen, darunter auch viele Schüler mit Migrationshintergrund.

Botschaft des Films war: Eigentlich wollen alle Kinder dieser Welt das Gleiche, nämlich in Frieden und Freiheit leben!

Wir würden den Film definitiv weiter empfehlen! Er ist sehr informativ und spannend.

Jan, Kl. 9.1

13 Apr

Kochprojekt an unserer Schule

Seit Januar 2018 findet freitags in unserer Schulküche ein Kochprojekt statt. Hier dürfen die Schülerinnen und Schüler der Sprachförderklassen ihre Lieblingsrezepte aus der Heimat kochen. Frau Claudia Müller, Diplom-Pädagogin aus Husen, leitet dieses Projekt in Zusammenarbeit mit Frau Kilickaya, Lehrerin der Willkommensklasse, an. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch die „Aktion Mensch“. 

Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur viel Spaß, sondern können auch viel über andere Kulturen lernen. Das Projekt hat auch viel dazu beigetragen, dass sich Schülerinnen und Schüler aus anderen Ländern besser in die Schulgemeinschaft integrieren können. 

Am 20.04.2018 findet leider schon der letzte Kochtermin statt.

Hinweis: Am 18.05.2018 findet die Verleihung der „kulturellen“ Zertifikate statt. Die Presse ist ebenfalls eingeladen.

Nico B., Klasse 10.3

13 Apr

Soziales Seminar zu Besuch auf der Fazenda da Esperança Gut Hange in Freren

Vom 07. bis 09. März 2018 besuchten wir vom Sozialen Seminar die Fazenda da Esperanca in Freren im Emsland. Jetzt werden sich viele fragen, was eine Fazenda da Esperanca ist. Das ist ein portugiesischer Name und heißt übersetzt „Hof der Hoffnung“.

Die Fazenda ist ein Projekt, das Drogenabhängigen und benachteiligten Jugendlichen und Erwachsenen Hilfe für ein erneuertes Leben geben will. Insgesamt leben derzeit über 3.000 junge Menschen in über 110 Einrichtungen (Fazendas) in Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern, in Afrika, den Philippinen und Europa.

Die Idee für dieses Projekt hatte ein katholischer Priester Anfang der 80`er Jahre, der drogenabhängigen Jugendlichen in Brasilien einen neuen Lebenssinn geben wollte. Das Angebot ist aber für alle religiösen und nichtreligiösen Menschen offen und schließt niemanden aus!

Der Tagesablauf hat eine „strenge“ Ordnung. Jeder, der auf einer Fazenda lebt ist freiwillig dort und akzeptiert das Leben dort. Der Tag beginnt um 06.00 Uhr. Um 06.30 Uhr gibt es Frühstück. Danach ist in der Kirche ein gemeinsames Gebet. Ein Satz aus der Bibel begleitet die Menschen dort den ganzen Tag. Ganz wichtig ist dabei die „Nächstenliebe“, das heißt andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind.

Nun aber zurück zu unserem Besuchsbericht: Wir, das sind 12 Schülerinnen und Schüler vom Sozialen Seminar aus den Klassen 10, Maja Brockmann und Fiona Brincks als Referentinnen von der Kommende in Dortmund, sowie unsere Lehrer/innen Frau Pieper und Herr Eickelmann.

Als wir ankamen, haben wir unsere Zimmer bezogen. Eine erste Einführung war die Besichtigung der Fazenda. Zum Zeitpunkt unseres Besuches lebten dort neun Männer, davon einer aus Mexiko, drei aus Brasilien und fünf aus Deutschland. Zwei junge Männer waren dort, die kath. Priester werden wollten und dort ein Praktikum gemacht haben.

Es war für uns sehr spannend, Menschen aus Mexiko und Brasilien kennenzulernen. Wir haben uns trotz der verschiedenen Sprachen (spanisch und portugiesisch) gut verständigen können. Nach einem ersten „Beschnuppern“ haben wir mit der ersten Arbeitseinheit angefangen.

Wir haben sehr viel über die Probleme von Sucht erfahren, wie eine Sucht entstehen kann und wie man ihr „am besten“ schon vorher weit aus dem Weg gehen kann. Geholfen haben uns Joao aus Brasilien und Thomas aus Brandenburg, die offen und ehrlich über ihr Leben erzählt haben, warum sie in die Sucht geraten sind und wie sie sie es geschafft haben, wieder davon loszukommen. Ihre Berichte waren für uns ehrlich, sehr ergreifend und beeindruckend.

Wir haben außerdem auf dem Hof mitgearbeitet. Der Hof versorgt sich größtenteils selber! Lebensmittel gibt es außerdem von der Tafel und aus Sachspenden der umliegenden Bauernhöfe. Wir hatten in unserer Zeit nichts am Essen auszusetzen. Es hat uns allen geschmeckt und die Gemeinschaft am Tisch tat uns sehr gut. Das Essen wir übrigens von den Bewohnern dort selbst vorbereitet und gekocht.

Am letzten Tag hatten wir eine „Eucharistiefeier“. Das ist der Höhepunkt des Feierns bei den katholischen Christen. Das ist vergleichbar mit dem gemeinsamen Gebet am Freitag in einer Moschee bei unseren muslimischen Mitmenschen oder einem Sabbat bei den Juden. Das war schon merkwürdig, Herrn Eickelmann als Priester in einem Gewand zu sehen. Wir haben aber alle mitgefeiert, denn er hat uns alles erklärt. Es war uns freigestellt, ob wir daran teilnehmen oder nicht.

Diese Tage in Freren waren für uns ein tolles Erlebnis, von dem wir hoffentlich nachhaltig etwas mitnehmen werden!

Bilder von der Fahrt finden Sie in unserer Galerie.

Danke sagt das Soziale Seminar unserer Kath. Hauptschule Husen

von Mathias Wiens 10.3